Warum ich diese Seite aufgebe…

Mein Entschluss steht fest: Ich werde diese Seite noch einige Wochen im Netz lassen, doch dann wird sie vollständig gelöscht werden. Und da ich nicht einfach so „sang- und klanglos“ verschwinden möchte, hier zuvor noch ein paar Erläuterungen:

Diese Seite entstand in einer Zeit, in der es in mir getobt hat. Ich wusste nicht mehr, wer ich bin, was ich glaube, was mir überhaupt noch wichtig ist. Und ich war voller Zorn: Zorn auf Gott, Zorn auf mich selbst, Zorn auf die freikirchliche Community. Also habe ich mich entschlossen, meine Schwere loszuwerden, indem ich meine Gedanken aufschreibe und ins Netz stelle, gemäß dem trotzigen Motto: „Von mir aus könnt Ihr das alles lesen – das ist mir scheißegal. Und schämen werde ich mich erst recht nicht dafür.“

Eine Zeit lang war das gut und richtig so – vor allem hat es mir wirklich gut getan. Doch dann ging das irgendwie nach hinten los: Zunehmend wurde es mir wichtiger, wie oft meine Seite aufgerufen wird und welche Kommentare ich erhalte. Mein Selbstwert hing davon ab, wie gut es mir gelingt, öffentliche Aufmerksamkeit zu generieren und vor allem davon, ob die Leute mich auch „liken“.

Inzwischen ist viel passiert, sehr viel sogar. Ich habe erkannt, was meine erste und wichtigste Berufung ist: Ein geliebtes Kind Gottes zu sein und in seiner Liebe zu leben.

Vermutlich werde ich mein Leben lang nicht damit fertig zu werden, die Liebe und Barmherzigkeit meines Vaters im Himmel zu erkennen und ihr zu vertrauen. Sprich: Ich werde mich täglich darin üben, mich lieben zu lassen. Und je mehr das gelingt, umso klarer wird mir, was wirklich meine Aufgaben sind – und was nicht.

Jesus hat mir eine wunderbare, einzigartige Ehefrau geschenkt, die seit über 30 Jahren gemeinsam mit mir unterwegs ist. Meine vornehmliche Aufgabe ist es, sie zu lieben und zu ehren – und dafür benötige ich keine Homepage.

Jesus hat Claudia und mir drei Kinder geschenkt, die wir über alles lieben. Inzwischen sind sie alle von Zuhause ausgezogen und gehen ihre eigenen Wege. Aber wir werden immer für sie da sein: für sie beten, sie unterstützen, sie beraten und begleiten, wenn sie es wünschen.

Jesus hat mich in eine Gemeinschaft von Christinnen und Christen gesendet, um dort ein „Pastor“, also ein Hirte zu sein: Anrufe, Briefe, Besuche, Seelsorge, heilsame Lehre, Besprechungen, praktische Hilfe – das alles erfordert meine Kraft und Konzentration im analogen Leben. Und genau da gehöre ich hin!

Mir ist völlig klar, dass dies kein Gegensatz sein muss: Die digitale Welt gehört heute selbstverständlich zu unserem Alltag dazu – ein Leben ohne sie ist undenkbar. Mir geht es hier vielmehr um die Frage, was mein Auftrag ist, also um die Frage, wo Jesus mich hinstellt. Ich persönlich bin dankbar für Podcasts und Blogs im Internet, von denen ich viel lernen kann. Zugleich ist mir aber bewusst geworden, dass ich nicht zu denen gehöre, die dieses Medium nutzen sollten, um eine Message zu verbreiten.

Jede und jeder von uns ist herausgefordert, die eigene Berufung zu entdecken und dann das zu tun, was sich richtig anfühlt. Genau so ist es auch bei mir. Und darum werde ich diese Seite löschen: weil sie sich nicht mehr richtig anfühlt.

By the way: Nach dem Löschen dieser Seite wird auch die dazugehörige Domain „schwereloswerden“ wieder frei werden. Wenn jemand von Euch Interesse hat, sie zu übernehmen, dann schreibt mir einfach einen kurzen Kommentar. Ich werde das prüfen und mich ggf. mit Euch in Verbindung setzen.

Bleibt mir, DANKE zu sagen: Danke für alle Eure ermutigenden Rückmeldungen und Kommentare. Danke für Euren Support. Ich wünsche Euch Gottes fetten Segen und bin gespannt, ob wir uns mal im „Real Life“ begegnen…

Euer Volker

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KAOS = Kreatives Arbeiten Ohne Suchtmittel – eine 24/7 Online-Selbsthilfegruppe für Künstler*innen

KAOS ist ein Experiment.

Die Idee dahinter ist eine Online-Selbsthilfegruppe für suchtkranke Künstler*innen, die versuchen wollen, clean und trocken zu bleiben.

Vielleicht kennst Du das auch: Am Anfang hilft Dir der Stoff, Grenzen zu überschreiten, die eigene Wahrnehmung zu erweitern und die Kreativität zu pushen. Doch dann zieht er Dich mehr und mehr in den Abgrund.

Mag sein, dass Du Dir Kreativität ohne psychotrope Substanzen kaum vorstellen kannst. Doch sie ist möglich, sie ist real!

Wenn Du derzeit coronabedingt kein gesichertes Einkommen hast, dann steckst Du vielleicht in einer fetten existenziellen Krise. Das erhöht den Druck, sich wegzubeamen. Doch damit musst Du nicht alleine fertig werden!

KAOS ist ein Online-Meeting, welches für jeden zugänglich ist, der bereit ist, mit anderen Künstler*innen seine Erfahrung, Kraft und Hoffnung zu teilen.

Die Zugangsvoraussetzungen zum KAOS-Chat sind denkbar einfach. Alles, was Du mitbringen musst, ist Ehrlichkeit, Offenheit sowie die Bereitschaft, Dich in andere hinein zu versetzen und von ihnen zu lernen. Darüber hinaus gibt es keinerlei Teilnahme-Bedingungen. Als Admin erlaube ich es mir jedoch, Störenfriede und Gaffer aus der Gruppe zu entfernen.

KAOS ist ein 24/7 Chat. Das bedeutet, dass es keine festen Zeiten gibt, in denen wir miteinander kommunizieren. Du schreibst Deine Nachricht, wann Du willst und wo Du willst. Und dann wartest Du darauf, ob andere Teilnehmer*innen darauf reagieren.

Bei KAOS gelten die üblichen Meeting-Regeln: Oberstes Gebot ist die Vertraulichkeit – Wen Du bei KAOS triffst und was Du dort liest, das behältst Du für Dich! – Erteile keine klugen Ratschläge, sondern bleibe bei Dir selbst und berichte von Deinen Erfahrungen. – Werte andere nicht ab und verurteile sie nicht. – Beschimpfungen und Beleidigungen sind absolut Tabu. – Vermeide es, Dich mit anderen zu vergleichen.

Noch ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Du kannst Dich bei KAOS mit einem Nickname anmelden und Deine Beiträge so vage formulieren, dass man Dich nur schwer identifizieren kann. Dennoch kann ich Deine Anonymität in diesem Forum nicht garantieren: Die Seite könnte gehackt werden, das Passwort kann an Unbefugte weitergegeben werden oder aber man erkennt Dich trotz Deiner allgemein gehaltenen Beiträge. Wenn Du also zu den Menschen gehörst, die es sich absolut nicht vorstellen (oder nicht leisten) können, dass ihre Suchterkrankung an die Öffentlichkeit gerät, dann solltest Du den KAOS-Chat besser nicht nutzen.

Der Chat-Room ist auf 40 Teilnehmer*innen begrenzt. Die einzelnen Beiträge werden jeweils nach 14 Tagen wieder gelöscht!

Hast Du den Eindruck, dass Dir der Austausch mit anderen Betroffenen eine Hilfe sein könnte? Dann schicke mir bitte unten einen Kommentar (der nur für mich lesbar sein wird und nicht online geht!) Oder schreibe mir eine E-Mail (an volker.halfmann@schwereloswerden.de). Darin solltest Du kurz etwas darüber berichten, wer Du bist, was Du so machst und warum Du bei KAOS einsteigen möchtest. Das muss keine Masterarbeit werden – also lieber kurz und knackig. Anschließend erhältst Du von mir dann das Passwort für den Chat.

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“ (Erich Kästner)

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Raus aus der Zwangsjacke – Zwangsgedanken und Zwangshandlungen überwinden

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Seit meinem Interview beim ERF (das findest Du hier) erhalte ich immer wieder E-Mails von Betroffenen, die mich fragen, wie ich mit meinen Zwängen umgehe, was mir wirklich geholfen hat und ob es mir heute besser geht als zu der Zeit, in der mich diese psychische Erkrankung völlig fertig gemacht hat. Und da ich es einfach nicht mehr schaffe, jede einzelne E-Mail angemessen und ausführlich zu beantworten, möchte ich das hier in diesen 55 Minuten tun.

Dabei geht es konkret um die folgenden Fragen:

Was ist eine Zwangsstörung?

Welche typischen Zwangsgedanken und Zwangshandlungen gibt es?

Bin ich als Christ verloren, wenn ich blasphemische Gedanken habe oder wenn ich an Gottes Gnade immer wieder zweifle?

Gibt es eine Hoffnung auf Heilung? Gibt es einen Weg heraus aus dieser Hölle?

Welche professionelle, ärztliche Hilfe gibt es und wie sieht die konkret aus? Was ist – neben einer solchen professionellen Hilfe – noch wichtig, zu wissen oder zu tun? Worauf sollte man als ein Mensch mit dieser psychischen Erkrankung besonders achten?

Was hat der Glaube an Jesus mit alledem zu tun?

Ich hoffe sehr, dass Dich diese Aufnahme weiter bringt und ein Anstoß für Dich ist, um Dir professionelle Hilfe zu holen und um die Hoffnung nicht aufzugeben!

Hier noch einige Bücher, die ich Dir empfehlen kann:

David Adams: „Zwanghaft – Wenn obsessive Gedanken unseren Alltag bestimmen“

Hansruedi Ambühl: „Frei werden von Zwangsgedanken“

Marit Hauschildt & Steffen Moritz: „Erfolgreich gegen Zwangsgedanken – Metakognitives Training – Denkfallen erkennen und entschärfen“

Volker Halfmann: „Mein goldener Sprung in der Schüssel – Wie ich als Pastor mit meinen Zwangsstörungen und der Alkoholabhängigkeit lebe“

Peter Wittkamp: „Für mich soll es Neurosen regnen – Mein Leben mit Zwangsstörungen“

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#07 Das Vaterunser – „Führe uns nicht in Versuchung“

Als ich vor Jahren aus der „12-Schritte-Klinik“ von Bad Herrenalb entlassen wurde, da hatte ich die feste Absicht, trocken zu bleiben und keinen Tropfen Alkohol mehr zu trinken. Doch dann kam der Tag, an denen meine guten Vorsätze nicht mehr ausreichend waren…

Wenn Du mit Jesus lebst und ihm nachfolgst, dann hast Du den festen Willen, ihm gehorsam zu sein. Doch dann kommst Du in Situationen, in denen Dein guter Wille nicht mehr ausreicht und Du schuldig wirst. Die Versuchung war einfach zu groß.

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#06 Das Vaterunser – „Vergib uns unsere Schuld“

„Vergib uns unsere Schuld“ – vielleicht ist das die Bitte des Vaterunser-Gebetes, die für uns am schwierigsten nachzuvollziehen ist. Finanzielle Schulden bekommen wir früher oder später zu spüren, Schuld gegenüber unseren Mitmenschen schon weniger, und Schuld gegenüber Gott bleibt oft verborgen – es sei denn…

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#05 Das Vaterunser – „Unser tägliches Brot gib uns heute“

Im Vaterunser geht es zunächst um Gottes Namen, um Gottes Ehre und um Gottes Ziele und Pläne. Hier nun geht es um die erste Bitte, die unsere eigenen Anliegen aufgreift.

Was bedeutet die Bitte um das tägliche Brot (oder um das Brot für Morgen) in einer Überflussgesellschaft, in der tagtäglich Tonnen von Brot weggeworfen werden? Wie ist diese Bitte heute zu verstehen und welches Gottesbild wird hier vermittelt?

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#04 Das Vaterunser – „Dein Wille geschehe“

Die Bitte „Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden“ setzt voraus, dass hier auf der Erde eben NICHT Gottes Wille geschieht. Wie aber kann das sein, wenn Gott doch angeblich „allmächtig“ ist? Die Bibel sagt: Das hängt mit dem Wesen der Gottesherrschaft zusammen…

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#03 Das Vaterunser – „Dein Reich komme“

Die Königsherrschaft Gottes ist faszinierend: Sie beginnt mit einem einzigen Mann, Jesus von Nazareth, sie erreicht die Herzen weiterer Menschen und breitet sich immer weiter aus. Dort, wo Gott regiert, herrschen völlig andere Maßstäbe als in den Reichen dieser Welt, denn dort verwirklicht sich Gottes Wille. Und diese Entwicklung ist noch lange nicht an ihrem Ende…

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Die Bibel ist der Löffel, nicht die Suppe!

Die folgende Predigt über die Autorität der Bibel hat doch für einige Aufregung gesorgt; vielleicht auch, weil ich mich noch nie so klar und unmissverständlich ausgedrückt habe, wie in diesen 30 Minuten.

Zum Hintergrund: Wir haben als Gemeinde die E-Mail eines jungen Mannes erhalten, in der er uns erklärt, warum er kein Christ mehr ist. In dieser E-Mail finden sich sämtliche Gründe, die Tobias Faix in seiner Studie herausgefunden und veröffentlich hat (Tobias Faix: „Warum ich nicht mehr glaube – Wenn junge Erwachsene den Glauben verlieren“). Nach dem Erhalt dieser E-Mail war ich nicht bereit, einfach zur Tagesordnung überzugehen (auch wenn dieser junge Mann gar nicht zu unserer Gemeinde gehörte und höchstens zwei mal im Jahr bei uns im Gottesdienst aufgetaucht ist). Stattdessen habe ich damit begonnen, mich in einer Predigtreihe damit auseinander zu setzen, was den Glauben erschwert und wie ein widerstandsfähiger (resilienter) Glaube aussehen könnte.

Und wenn man sich mit diesem Thema beschäftigt, dann kommt man an der Frage nach dem Schriftverständnis nun einmal nicht vorbei! Denn der Bibel-Fundamentalismus mag auf der einen Seite diejenigen Geschwister beruhigen, denen die Gewissheit des Glaubens nicht reicht und die darum nach Sicherheiten streben. Auf der anderen Seite jedoch führt der Bibel-Fundamentalismus dazu, dass junge Erwachsene an diesem Schriftverständnis verzweifeln – und am Ende nicht nur die Bibel wegwerfen, sondern auch ihren Glauben.

Insofern bin ich durchaus bereit, die verständnislosen oder auch erzürnten Rückmeldungen auszuhalten, obwohl ich ein äußerst harmoniebedürftiger Mensch bin. Aber wenn Ihr Euch die Predigt anhört bzw. anschaut, dann vergesst bitte nicht: „Anders denken heißt nicht, böse denken!“ Zu einer sachlichen Auseinandersetzung bin ich gerne bereit, aber wüste Beschimpfungen werde ich löschen.

Here we go…

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