Hilf mir, zu glauben!

Glaube ist Leidenschaft.
Glaube brennt wie ein Feuer.
Glaube liebt aus ganzem Herzen,
lacht aus vollem Hals,
zürnt mit heiligem Zorn,
weint bittere Tränen.
Glaube klagt an,
ringt mit Gott,
und kommt doch nicht von ihm los.

Glaube ist unruhig, ständig in Bewegung.
Glaube lässt sich nicht nieder.
Glaube sucht, strebt, will mehr.
Glaube wartet nicht, Glaube geht los:
zu den Hoffnungslosen,
den Ausgebeuteten,
den Leidenden,
den Gott-losen.
Glaube findet sich nicht ab – niemals.

Glaube ist Geschenk.
Er kennt gute Gründe,
aber erklären lässt er sich nicht.
Er macht Erfahrungen
und geht doch nicht darin auf.
Glaube lässt sich nicht erzeugen,
weder in dir noch im anderen.
Glaube drängt sich nicht auf,
er will erwartet werden.

Glaube ist Geist, ist wie der Wind:
Du kannst ihn nicht sehen, aber du spürst ihn.
Glaube berührt, verbindet, heilt.
Glaube ist Licht,
er strahlt in der Dunkelheit der Seele.
Glaube sprengt Ketten.
Der Geist macht lebendig, der Geist befreit.
Glaube gibt Perspektive, verändert die Werte.
Glaube schenkt Hoffnung.

Glaube ist Gemeinschaft,
ist zuhause bei Gott und nennt ihn liebevoll Papa.
Glaube versöhnt dich
mit dir selbst: du schaust wieder in den Spiegel;
mit deinem Nächsten: du bist bereit, zu vergeben.
Glaube schenkt eine neue Familie,
du bist nicht alleine.
Glaube ist Bindung an Christus,
im Leben und im Sterben.

Ich habe es versucht,
ernsthaft und radikal:
Ich wollte ohne Glauben leben.
Aber ich schaffe es nicht.
Ich will es auch nicht länger.
Glaube ist Leben,
ist ewiges Leben.
Ich will leben, ich will glauben.
Herr, hilf mir, zu glauben!

© Volker Halfmann

Zur pdf-Version geht es hier.

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Identität – Wer bin ich? Was macht mich aus?

Früher sprach man von fünf Säulen der Identität:

1. Leiblichkeit

2. Soziales Netzwerk

3. Materielle Sicherheit

4. Werte & Normen

5. Arbeit, Freizeit & Leistung

Doch diese Säulen sind inzwischen keine mehr. Sie bröckeln und sind zum Teil veränderbar.

Wodurch aber kann ich mich dann definieren? Was macht mich aus?

Zur Predigt geht es hier.

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Mensch, wehr dich doch!

Über viele Jahre hinweg habe ich anderen Menschen gestattet, meine Grenzen zu verletzen und mir „auf die Füße zu treten“, ohne mich dagegen zu wehren oder wenigstens mal „autsch“ zu rufen. Ein kurioses Beispiel ist das folgende Erlebnis im Supermarkt. Ist schon ein paar Jahre her, aber ich erinnere mich noch sehr gut daran:

Ich stand mit meinem Junior an der Kasse. Das heißt, nur ich stand. Der Kleine saß im Einkaufswagen und grabbelte an den Verpackungen herum. Mit einer Hand versuchte ich, meine Einkäufe auf das Band zu befördern und mit der anderen, meinen Sohn daran zu hindern, kleine Löcher in die Deckel der Joghurtbecher zu stoßen. Da fährt mir mein Hintermann in die Hacken. Ich schaue mich um und sehe einen kleinen etwas buckeligen Opi, dessen Augen mich anfunkeln. Aber er sagt nichts, keinen Ton. Also kümmere ich mich wieder um meine Einkäufe. Da passiert es ein zweites Mal. Schon wieder habe ich seinen Wagen in meinen Fersen, dieses Mal aber etwas heftiger. Erneut drehe ich mich um. Geht’s noch etwas langsamer, oder was?“ Da begreife ich plötzlich, dass mir der Alte absichtlich in die Hacken fährt. Meine erste Reaktion ist Wut: „Hör mal zu, du kleiner alter Scheißer. Wenn du mich noch einmal berührst, dann quetsche ich deinen faltigen Hintern in den Kindersitz deines Einkaufswagens und fahre mit dir zum nächstbesten Baggersee, um dich samt deinen Corega Tabs dort zu versenken!“ So ungefähr stelle ich mir meine Antwort vor. Doch die kommt nicht. Stattdessen schlucke ich meinen Ärger herunter und höre ich mich sagen: „Entschuldigung, ich mach ja schon so schnell, wie’s geht.“

Ist das zu fassen? Wo kommt so etwas her?

Ich will mich hier angemessen kurz fassen: Der Hintergrund eines solchen Verhaltens ist eine „abhängige Persönlichkeitsstruktur“. Aufgrund mangelnder Selbstannahme war ich ständig von der Annahme und Anerkennung anderer Menschen abhängig. Darum musste ich – wenn irgend möglich – jegliche Form eines Konfliktes vermeiden.

Nun birgt die jahrelange Ansammlung von Erniedrigungen allerdings ein großes Problem: Das Selbstwertgefühl tendiert gegen Null (als Puls wäre es nicht mehr messbar) und zugleich steigt der Pegel angestauter Aggressionen bedrohlich an. Wenn das Maß dann schließlich voll ist, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder du explodierst und rastest aus, oder du implodierst und richtest deine Aggressionen gegen dich selbst. Typen wie ich wählen wohl eher den zweiten Weg (Gott sei Dank!). So wurde ich mit der Zeit immer depressiver und litt unter Ängsten und Panikattacken.

Erst in der Klinik habe ich begonnen zu begreifen, dass ich das Recht habe, mich abzugrenzen und zu schützen. Und ich habe erste vorsichtige Versuche unternommen, dies auch zu tun. Zehn Jahre sind seit dem vergangen und inzwischen habe ich eine Menge dazugelernt. Zwar bin ich auch heute noch kein Wunder an Selbstbehauptung, aber ich bin doch mehr und mehr in der Lage, für mich einzustehen und dafür auch Konflikte zu riskieren.

Und das fühlt sich richtig gut an! So gut, dass ich um nichts in der Welt mit meinem alten Harmoniebedürfnis tauschen wollte. Immer deutlicher bekomme ich jetzt ein individuelles Profil. Und das hat zur Folge, dass mich manche Leute mögen und andere wiederum nicht. „So what?“ Andersherum ist es ja genauso: Manche Menschen mag ich sehr, andere wiederum gehen mir gehörig auf den Zeiger und ich gehe ihnen lieber aus dem Weg. Das ist ganz normal.

Eine Anmerkung noch zum Schluss: In christlichen Kreisen werden ein krankmachendes Harmoniebedürfnis und mangelnde Konfliktfähigkeit leider oft als besonders geistlich gedeutet: als eine besondere Form von christlicher Demut. Das ist aber ganz und gar nicht der Fall. Denn demütig kann nur der Mensch sein, der auch mutig ist. Aber dazu später mehr.

An dieser Stelle ist mir nur eins wichtig: Mensch, wehr dich doch! Fang an, dich ernst zu nehmen und mach dich nicht zum Fußabtreter anderer Leute. Sei es dir wert, Konflikte einzugehen und schütze deine einzigartige Persönlichkeit! Und wenn du alleine dazu nicht in der Lage bist, dann suche dir kompetente Hilfe! Das ist zwar kein einfacher Weg, aber einer, den du nie bereuen wirst.

Zur pdf dieses Textes geht es hier.

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Klartext reden: JESUS bekennen

Matthäus 10, 16-33

Zur Nachfolge von JESUS gehört das klare und unmissverständliche Bekenntnis zu JESUS. Also kein Rumgeeier, nach dem Motto „Ich bin gläubig“ oder „Ja also, ich geh da in so eine Kirche“, sondern ein eindeutiges: „JESUS Christus, der Sohn Gottes, ist mein Retter und mein Herr!“

Ein Blick in das Neue Testament zeigt: Das Bekenntnis zu JESUS Christus ist

1. selbstverständlich,

2. ganzheitlich,

3. skandalös,

4. freimütig (offen, überzeugt, furchtlos).

Zur Predigt geht es hier.

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Sowohl als auch? – Entweder, oder!

5. Mose 11, 16-28

Viele Menschen leben nach dem Sowohl-als-auch-Prinzip. Sie wollen einfach nicht begreifen, dass es Situationen gibt, in denen man sich für einen Weg entscheiden muss. Sie hätten halt gerne beides: Den maximalen Genuss von Süßigkeiten und den schlanken Körper…

Im christlichen Glauben funktioniert das Sowohl-als-auch Prinzip nicht. Das macht Mose dem Volk Israel klar – und das gilt auch für die Jesus-Nachfolge.

Zur Predigt geht es hier.

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Eine Gemeinschaft kranker Menschen

Matthäus 9, 9-13

Die Kirche ist eine Gemeinschaft kranker Menschen. Eigentlich ist sie nichts anderes als eine Art Selbsthilfegruppe: Eine Selbsthilfegruppe für gestrandete Sünder!

Je früher man das erkennt, umso besser. JESUS sagt: „Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken!“

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Alles Gute kommt von oben

Es gibt – nach biblischem Zeugnis – zwei Arten von Glauben:

Erstens gibt es den Glauben, der von unten kommt. Dieser Glaube ist ein rein menschlicher Entschluss.

Zweitens gibt es den Glauben, der von oben kommt. Dieser Glaube ist das Werk des Heiligen Geistes in einem Menschen.

Gibt es einen Unterschied zwischen diesen beiden Arten des Glaubens?

Zur Predigt über Jakobus 1, 16-19 geht es hier.

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Gott liebt den Fremden

Auch unter Christen erlebe ich Fremdenfeindlichkeit – mal versteckt, mal ganz offensichtlich. Oft steckt dahinter eine Art Zuwendungsneid: „Und wer kümmert sich um mich?“

Doch wer sich von JESUS prägen lässt, dessen Herz wird mehr und mehr verändert: hin zum Herzen Gottes. Und das Herz Gottes schlägt leidenschaftlich für die Fremden!

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Sprung in der Tasse

Obwohl nicht viele Leute was damit anfangen können – für mich einer der wichtigsten Texte, die ich bislang geschrieben habe.

Aus dem Schlamm von Abhängigkeiten, Ängsten, Schuld und Selbstmitleid zieht Dich kein Therapeut und keine Methode.

Aber JESUS tut es: ER holt Dich heraus und stellt Deine Füße auf weiten Raum.

So habe ich es erfahren – und so möchte ich es weitergeben an alle, die bis zum Hals in der Scheiße stecken.

Zur Predigt im Poetry-Slam-Stil geht es hier.

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