Wer fühlt, was er sieht, der tut, was er kann

In der Freien evangelischen Gemeinde habe ich in einem Vortrag davon berichtet, warum mir das Thema der „Barmherzigkeit“ besonders wichtig ist. Zudem geht es um einige Fragen rund um die Barmherzigkeit:

Was bedeutet „Barmherzigkeit“ und wie geschieht sie konkret? Ist Gott ein barmherziger Gott? Wie wird man zu einem barmherzigen Menschen? …

Das Video findet Ihr inzwischen auch auf Youtube, und zwar hier…

Die Chance des Scheiterns

Aufgrund meiner Autobiografie (siehe „Bücher“) hat Angela Schmidt von der Zeitschrift „AMEN“ ein Interview mit mir geführt. Darin geht es um die Chance des Scheiterns und um die Herausforderung, ehrlich zu sein – gerade auch in christlichen Gemeinschafen mit einem hohen Anspruch an sich selbst.

Zum Artikel geht es hier…

Gott fühlt, was er sieht – und sendet uns!

Eines der spannendsten Interviews, die ich bislang erlebt habe, war das Gespräch mit Eva Heuser von der Zeitschrift „Geistesgegenwärtig“. Darin geht es zentral um die Rolle der Barmherzigkeit in der Jesus-Nachfolge sowie um die Bedeutung der Barmherzigkeit für den Einzelnen und für die Gemeinschaft.

Zum Artikel geht es hier…

Meine persönlichen Prog-Favoriten

Wer meine Autobiografie gelesen hat, deiß, wie wichtig die progressive Rockmusik für mich ist. Eine Zeit lang war sie meine Überlebensstrategie, um mich wegzubeamen und die kranken Gedanken in meinem Hirn zu übertönen. Daraus ist eine Leidenschaft geworden, die bis heute anhält.

Höchste Zeit also, um meine persönlichen „Top 50“ zu veröffentlichen. Dabei handelt es sich um 50 Prog-Werke, die allesamt in diesem Jahrhundert veröffentlicht wurden (die alten Klassiker von Yes, King Crimson oder Jethro Tull fehlen also in dieser Liste).

Die Reihenfolge stellt in der Tat auch eine Rangfolge dar, wobei mir die einzelnen Platzierungen schon sehr schwer gefallen sind – manche Positionen sind da sicherlich austauschbar (je nach Stimmungslage). Einzig die Nummern 1 bis 10 sind für mich ziemlich klar gesetzt. Und die Nr. 1 gehört nach meiner Einschätzung in die ewige Bestenliste der Rockmusik, und zwar gleich hinter „The Dark Side Of The Moon“.

© ProgPower-Festival

Wichtig ist mir, dass es sich hier wirklich um meine persönlichen „Top 50“ handelt. Ich habe nur solche Prog-Alben aufgelistet, die mich begeistert, bewegt oder geflasht haben. Manche dieser Werke würden wohl in keinem offiziellen Ranking auftauchen, aber für mich waren oder sind sie halt wichtig. Ein Beispiel: Für viele Leprous-Fans dürfte „Pitfalls“ nicht unbedingt das beste Album der Band sein (viel zu weichgespült), für mich jedoch hat es einen besonderen Stellenwert, weil es die quälende Leere der Depression thematisiert. Außerdem ist „The Sky Is Red“ ein Song für die Ewigkeit.

Stilistisch geht es in dieser Liste ziemlich bunt zu: mal Retro-Prog, mal Neo-Prog, mal Folk-Prog und auch mal Prog-Metal. Manche Bands sind mehrmals vertreten, wie Riverside oder Haken. Andere wiederum sind nur deshalb nicht öfter in der Liste, weil ihre besten Veröffentlichungen aus den 80er oder 90er Jahren stammen, wie dies etwa bei Dream Theater der Fall ist (zumindest nach meinem Geschmack).

Einige Prog-Bands werden übrigens entscheidend von christlichen Musikern geprägt, was man meist an den positiven Vibes der Musik bemerkt (Lifesigns, Southern Empire, Dave Bainbridge), sowie vereinzelt auch an den Texten (Neal Morse Band, Iona, Glass Hammer).

Eine Liste der besten Live-Acts würde bei mir anders aussehen. In einer solchen wären Riverside für mich die Nummer eins, gefolgt von der Neal-Morse-Band und Leprous (die Konzerte von Steven Wilson sind zwar perfekt, aber atmosphärisch nicht so der Bringer).

© riversideband.pl

Jetzt aber los – und die Progheads unter Euch dürfen mir gerne einen Kommentar da lassen. Es würde mich freuen zu erfahren, wo Ihr Euch wiederfindet und wo nicht…

  • 50 Lucid Planet: Lucid Planet
  • 49 Marillion: F.E.A.R.
  • 48 Coevality: Multiple Personalitis
  • 47 Pendragon: Men Who Climb Mountains
  • 46 Nova Collective: The Further Side
  • 45 Tool: Fear Inoculum
  • 44 Big Big Train: Folklore
  • 43 Anathema: We’re Here Because We’re Here
  • 42 Neal Morse Band: The Grand Experiment
  • 41 Astra: The Black Chord
  • 40 Glass Hammer: Lex Rex
  • 39 Porcupine Tree: Fear Of A Blank Planet
  • 38 Caligulas‘ Horse: Rise Radiant
  • 37 Lifesigns: Altitude
  • 36 Be’Lakor: Vessels
  • 35 TesseracT: Altered State
  • 34 Octavision: Coexist
  • 33 Syrek: Story
  • 32 Dream Theater: A Dramatic Turn Of Events
  • 31 Iona: Another Realm
  • 30 Drifting Sun: Forsaken Innosence
  • 29 Mastodon: Hushed And Grim
  • 28 Between The Buried And Me: Coma Ecliptic
  • 27 Be’Lakor: Vessels
  • 26 Spocks Beard: Brief Nocturnes And Dreamless Sleep
  • 25 Pain Of Salvation: A Perfect Element, Pt.I
  • 24 Dikajee: Forget Me Nots
  • 23 Kaipa: Sattyg
  • 22 Southern Empire: Southern Empire
  • 21 Haken: The Mountain
  • 20 Riverside: Wasteland
  • 19 Jonas Lindberg: Pathfinder
  • 18 Opeth: Pale Communion
  • 17 The Tangent: Auto Reconnaissance
  • 16 Soen: Imperial
  • 15 Cosmograf: The Unreasonable Silence
  • 14 Wheel: Moving Backwards
  • 13 Steven Wilson: The Raven That Refused To Sing
  • 12 Katatonia: The Fall Of Hearts
  • 11 Dave Bainbridge: To The Far Away
  • 10 Gazpacho: Fireworker
  • 09 The Pineapple Thief: Your Wilderness
  • 08 Pain Of Salvation: In The Passing Light Of Day
  • 07 Riverside: Second Life Syndrome
  • 06 Leprous: Pitfalls
  • 05 Haken: Vector
  • 04 IQ: The Road Of Bones
  • 03 Neal Morse Band: A Similitude Of A Dream
  • 02 Earthside: A Dream In Static
  • 01 Steven Wilson: Hand.Cannot.Erase.

Neues Buchprojekt

Im Herbst 2023 erscheint beim Verlag SCM R.Brockhaus mein neues Buch.

Es handelt sich dabei um ein theologisches Sachbuch zur biblischen Botschaft vom „Zorn Gottes“.

© DeSa81 auf Pixabay

Hier die Beschreibung zum Buch:

Wenn die biblischen Schriften Alten- und Neuen Testaments wirklich die verbindliche Grundlage für den Glauben, die Lehre und das Leben der christlichen Kirche sind, dann haben wir als aufmerksame Leserinnen und Leser dieser Schriften zur Kenntnis zu nehmen, dass in ihnen vielfach vom göttlichen Zorn geredet wird. Die Rede vom Zorn Gottes findet sich nicht allein im Alten Testament, sondern ebenso im Neuen; sie gehört unverzichtbar zum gesamtbiblischen Zeugnis von Gott. Doch wie gehen wir mit dieser verstörenden Erkenntnis um?

Der Theologe Volker Halfmann wählt den Weg, die Botschaft vom Zorn Gottes nicht länger zu verdrängen oder gar zu verleugnen, sondern stattdessen einige Fragen zu stellen:

  • Was wäre, wenn wir den heiligen und gerechten Gott der Bibel durch unsere heutige Frömmigkeit mehr und mehr weichgespült haben?
  • Was wäre, wenn wir leidvolle Erfahrungen der Gegenwart (sowohl individuelles als auch kollektives Leid) nicht mehr ausschließlich auf das Schicksal zurückführen, oder (in einem strengen Dualismus) auf den Satan, sondern auf einen zornigen Gott als den Verursacher dieses Leidens?
  • Was wäre, wenn auch die reiche und verwöhnte Kirche des Westens unter eben diesem Zorn steht, weil sie seine Gebote missachtet und seinen Namen entehrt?
  • Was wäre, wenn im Vertrauen auf Jesus Christus tatsächlich der einzige Weg liegt, um dem zukünftigen Zorngericht Gottes zu entgehen?
  • Was wäre, wenn Gott sich am Ende durchsetzt, wenn er seinem Wesen und Willen treu bleibt und sich auch als der Liebende niemals in die Hände derer begibt, die er liebt?
  • Was wäre, wenn wir die biblische Botschaft vom Zorn Gottes nicht länger verdrängen, sondern ihr erlauben, unsere Vorstellungen vom >>lieben Gott<< zu korrigieren?

Sachlich und fundiert, aber niemals belehrend oder drohend, geht der Autor diesen Fragen nach, indem er zunächst den biblischen Befund beschreibt, dann einige Stimmen aus der Geschichte der Kirche zu Wort kommen lässt, um sich schließlich den Konsequenzen für die Gegenwart zuzuwenden. Welche Folgen muss die Botschaft vom Zorn Gottes heute für die Verkündigung der Kirche sowie für die Praxis des kirchlichen Lebens haben?

Ein aufrüttelndes und anstößiges Buch, welches von einem Autor geschrieben wurde, der über viele Jahre unter einem verzerrten, angstmachenden Gottesbild gelitten hat, bevor ihm die Barmherzigkeit Gottes begegnet ist. Nach der Erfahrung dieser Barmherzigkeit ist es hier nun sein Anliegen, im Hören auf die unbequemen Botschaften der Bibel das eigene Gottesbild sowie die Praxis der persönlichen Jesus-Nachfolge einmal kritisch zu hinterfragen.

Ohne Tröster kein Trost!

Anbei ein Artikel, den ich für die Zeitschrift „AUFATMEN“ geschrieben habe. Der tödliche Unfall ist inzwischen über ein Jahr her. Das Kreuz steht noch immer am Straßenrand und erinnert mich jeden Tag an die hier beschriebene Situation.

Den Artikel findest Du hier…

Geschützt: KAOS – Kreatives Arbeiten Ohne Suchtmittel / Chat-Room

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anschauen zu können, bitte das Passwort eingeben:

KAOS = Kreatives Arbeiten Ohne Suchtmittel – eine 24/7 Online-Selbsthilfegruppe für Künstler*innen

KAOS ist ein Experiment.

Die Idee dahinter ist eine Online-Selbsthilfegruppe für suchtkranke Künstler*innen, die versuchen wollen, clean und trocken zu bleiben.

Vielleicht kennst Du das auch: Am Anfang hilft Dir der Stoff, Grenzen zu überschreiten, die eigene Wahrnehmung zu erweitern und die Kreativität zu pushen. Doch dann zieht er Dich mehr und mehr in den Abgrund.

Mag sein, dass Du Dir Kreativität ohne psychotrope Substanzen kaum vorstellen kannst. Doch sie ist möglich, sie ist real!

Wenn Du derzeit coronabedingt kein gesichertes Einkommen hast, dann steckst Du vielleicht in einer fetten existenziellen Krise. Das erhöht den Druck, sich wegzubeamen. Doch damit musst Du nicht alleine fertig werden!

KAOS ist ein Online-Meeting, welches für jeden zugänglich ist, der bereit ist, mit anderen Künstler*innen seine Erfahrung, Kraft und Hoffnung zu teilen.

Die Zugangsvoraussetzungen zum KAOS-Chat sind denkbar einfach. Alles, was Du mitbringen musst, ist Ehrlichkeit, Offenheit sowie die Bereitschaft, Dich in andere hinein zu versetzen und von ihnen zu lernen. Darüber hinaus gibt es keinerlei Teilnahme-Bedingungen. Als Admin erlaube ich es mir jedoch, Störenfriede und Gaffer aus der Gruppe zu entfernen.

KAOS ist ein 24/7 Chat. Das bedeutet, dass es keine festen Zeiten gibt, in denen wir miteinander kommunizieren. Du schreibst Deine Nachricht, wann Du willst und wo Du willst. Und dann wartest Du darauf, ob andere Teilnehmer*innen darauf reagieren.

Bei KAOS gelten die üblichen Meeting-Regeln: Oberstes Gebot ist die Vertraulichkeit – Wen Du bei KAOS triffst und was Du dort liest, das behältst Du für Dich! – Erteile keine klugen Ratschläge, sondern bleibe bei Dir selbst und berichte von Deinen Erfahrungen. – Werte andere nicht ab und verurteile sie nicht. – Beschimpfungen und Beleidigungen sind absolut Tabu. – Vermeide es, Dich mit anderen zu vergleichen.

Noch ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Du kannst Dich bei KAOS mit einem Nickname anmelden und Deine Beiträge so vage formulieren, dass man Dich nur schwer identifizieren kann. Dennoch kann ich Deine Anonymität in diesem Forum nicht garantieren: Die Seite könnte gehackt werden, das Passwort kann an Unbefugte weitergegeben werden oder aber man erkennt Dich trotz Deiner allgemein gehaltenen Beiträge. Wenn Du also zu den Menschen gehörst, die es sich absolut nicht vorstellen (oder nicht leisten) können, dass ihre Suchterkrankung an die Öffentlichkeit gerät, dann solltest Du den KAOS-Chat besser nicht nutzen.

Der Chat-Room ist auf 40 Teilnehmer*innen begrenzt. Die einzelnen Beiträge werden jeweils nach 14 Tagen wieder gelöscht!

Hast Du den Eindruck, dass Dir der Austausch mit anderen Betroffenen eine Hilfe sein könnte? Dann schicke mir bitte unten einen Kommentar (der nur für mich lesbar sein wird und nicht online geht!) Oder schreibe mir eine E-Mail (an volker.halfmann@schwereloswerden.de). Darin solltest Du kurz etwas darüber berichten, wer Du bist, was Du so machst und warum Du bei KAOS einsteigen möchtest. Das muss keine Masterarbeit werden – also lieber kurz und knackig. Anschließend erhältst Du von mir dann das Passwort für den Chat.

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“ (Erich Kästner)

#07 Das Vaterunser – „Führe uns nicht in Versuchung“

Als ich vor Jahren aus der „12-Schritte-Klinik“ von Bad Herrenalb entlassen wurde, da hatte ich die feste Absicht, trocken zu bleiben und keinen Tropfen Alkohol mehr zu trinken. Doch dann kam der Tag, an denen meine guten Vorsätze nicht mehr ausreichend waren…

Wenn Du mit Jesus lebst und ihm nachfolgst, dann hast Du den festen Willen, ihm gehorsam zu sein. Doch dann kommst Du in Situationen, in denen Dein guter Wille nicht mehr ausreicht und Du schuldig wirst. Die Versuchung war einfach zu groß.

#06 Das Vaterunser – „Vergib uns unsere Schuld“

„Vergib uns unsere Schuld“ – vielleicht ist das die Bitte des Vaterunser-Gebetes, die für uns am schwierigsten nachzuvollziehen ist. Finanzielle Schulden bekommen wir früher oder später zu spüren, Schuld gegenüber unseren Mitmenschen schon weniger, und Schuld gegenüber Gott bleibt oft verborgen – es sei denn…