Alles Gute kommt von oben!

Es gibt einen Glauben, den ich Glauben „von unten“ nenne. Dieser Glaube ist nichts anderes als ein menschlicher Entschluss. So wie man sich dafür entscheidet, vegetarisch zu leben – und seine guten Gründe dafür hat – so entscheidet man sich eines Tages dafür, sich der Gemeinschaft der christlich Glaubenden anzuschließen. Und man lebt dementsprechend: tritt der Kirche bei, besucht regelmäßig die Gottesdienste, engagiert sich ehrenamtlich, spendet Geld.

Die Entscheidung, ab heute christlich zu glauben, kann aus ganz unterschiedlichen Motiven getroffen werden. Männer tun dies manchmal, wenn sie sich in eine Frau verliebt haben, die christlich glaubt. Frauen tun dies, weil sie eine Gemeinschaft von Christinnen kennen gelernt haben, in der sie sich wohl fühlen. Rationale Menschen entscheiden sich für den christlichen Glauben, wenn sie zu der Erkenntnis kommen, dass die Argumente dafür einleuchtend sind. Emotionale Typen entscheiden sich für diesen Glauben, weil sie an irgendetwas glauben wollen und das Christliche ihnen nun einmal am Nächsten liegt. Menschen mit einer abhängigen Persönlichkeitsstruktur lassen sich leicht zum christlichen Glauben überreden – schließlich wollen sie niemanden enttäuschen und so trauen sie sich nicht, „nein“ dazu zu sagen.

All diesen Beispielen ist eines gemeinsam: Es handelt sich hier jeweils um einen Glauben von unten. Wobei ich mit der Bezeichnung „von unten“ in diesem Zusammenhang keineswegs ausdrücken will, dass er dämonischen Ursprungs ist. Darum geht es hier nicht! Es geht schlicht um die Tatsache, dass dieser Glaube ein rein menschliches Werk ist, das ohne jede göttliche Einwirkung auskommt.

Der Apostel Paulus erwähnt in seinem Brief an die Korinther einen solchen Glauben von unten; einen Glauben, der nicht auf göttlicher Kraft, sondern auf Menschenweisheit beruht. In Bezug auf seine christliche Verkündigung schreibt Paulus (1. Korinther 2, 4-5): „Mein Wort und meine Botschaft wirkten nicht durch Tiefsinn und Überredungskunst, sondern weil Gottes Geist sich darin mächtig erwies. Euer Glaube sollte sich nicht auf Menschenweisheit gründen, sondern auf die Kraft Gottes.“

Am Glauben von unten ist nun wahrlich nichts Verwerfliches. Er kann aus fiesen Kerlen bessere Menschen machen und vermittelt Hoffnung, wo bislang alles hoffnungslos erschien. Gab es vor Jahren eine Zeit, in der man munkelte, dass der christliche Glaube krank machen könne, so ist heute allgemein anerkannt: Es ist gut, wenn der Mensch glaubt. An etwas zu glauben wirkt sich (in der Regel) positiv auf die Psychohygiene aus.

Und so ist der christliche Glaube, der von unten kommt, sicherlich besser als gar kein Glaube. Dennoch ist er nicht das Eigentliche.

Denn ihm gegenüber steht der Glaube, der von oben kommt. Bei ihm handelt es sich um eine göttliche Offenbarung. Also um einen Glauben, der „von oben“ geschenkt wird durch den Heiligen Geist. Jesus spricht davon in seiner Unterredung mit Nikodemus: „Amen, ich versichere dir: Nur wer von oben her (griechisch: „anoten“) geboren wird, kann Gottes neue Welt zu sehen bekommen“ (Johannes 3, Vers 3). Ein solcher Glaube ist nicht das Ergebnis menschlicher Überredungskunst, sondern gründet sich auf die Kraft Gottes. Er ist die Folge einer göttlichen Einwirkung: Der Heilige Geist öffnet dir die „Augen des Herzens“ und du erkennst, dass das Evangelium wahr und Christus real ist: Jesus Christus lebt, er ist für dich gestorben und auferstanden. Du kannst ihm dein Leben anvertrauen.

Um es mit einem Bild zu vergleichen: Es ist wie mit einem wunderschönen Kirchenfenster. Bislang hast du dieses Fenster stets von außen betrachtet. Du hast zwar etwas sehen können, aber das, was du gesehen hast, war nicht das Eigentliche. Die Pracht der Farben blieb dir verborgen. Nun aber, durch die Offenbarung Gottes, wird dir eine neue Perspektive geschenkt. Der Heilige Geist hat dich von außen in das Innere der Kirche versetzt und jetzt kommst du aus dem Staunen nicht mehr heraus: Das alles hattest du bislang nicht sehen können. Jetzt aber, von innen betrachtet, erstrahlt das Fenster in den herrlichsten Farben.

In dem genannten Beispiel ist der Mensch natürlich jederzeit in der Lage, diesen Perspektivwechsel selbst herbei zu führen (es sei denn, die Kirche ist wieder einmal abgeschlossen). Doch in der Welt des Glaubens geht das nicht. Der Mensch ist diesbezüglich vollkommen machtlos, er kann sich selbst nicht zum Glaubenden machen. Er braucht Offenbarung. Darum ist der christliche Glaube ein Geschenk (vgl. Philipper 1, 29), und zwar ein Geschenk von oben. Im Jakobusbrief heißt es (Jakobus 1, 17-18): „Lauter gute Gaben, nur vollkommene Gaben kommen von oben („anoten“), von dem Schöpfer der Gestirne. … Aus seinem freien Willen hat er uns durch das Wort der Wahrheit, durch die Gute Nachricht, ein neues Leben geschenkt.“

Nun ließe sich hier einwenden: „Man darf den Glauben von unten und den von oben auf diese Art und Weise nicht gegenüber stellen. Man darf sie nicht gegeneinander ausspielen. Denn in Wahrheit handelt es sich nicht um Alternativen, sondern um ein- und denselben Glauben, der nun einmal zwei Seiten hat: eine menschliche und eine göttliche Seite.“

Doch fallen diese beiden Seiten zwingend zusammen? Sind der menschliche und der göttliche Glaube wirklich immer zwei Seiten ein- und derselben Medaille? Nach meiner Überzeugung sind sie es nicht. Meine These lautet:

Es gibt einen Glauben von unten, der im Menschlichen stecken bleibt, und diesem Glauben fehlt die göttliche Kraft!

Ja mehr noch: Es gibt auch Gemeinschaften von christlich Glaubenden, denen die göttliche Kraft fehlt. Es gibt Kirchen und Gemeinden von unten, die sich von anderen Institutionen und Vereinen durch nichts unterscheiden. Ihnen fehlt die Weisheit, die von oben kommt, die göttliche Weisheit:

Wenn ihr … bittere Eifersucht und Streit in euren Herzen hegt, dann rühmt euch nicht eurer Weisheit und verdreht damit die Wahrheit! Diese Art von Weisheit kommt nicht von oben (wieder das griechische „anoten“), sie ist irdisch, sinnlich und teuflisch. Wo Eifersucht und Streit herrschen, gibt es Unordnung und jede Art von Gemeinheit. Aber die Weisheit von oben ist zuerst einmal rein und klar; sodann ist sie friedliebend, freundlich, nachgiebig. Sie ist voller Erbarmen und bringt viele gute Taten hervor“ (Jakobus 3, 14-17).

Eifersucht und Streit herrschen nicht nur in der Piratenpartei oder beim FC Schalke 04 (eine zufällige Auswahl), sondern auch in den Freikirchen und Kirchen, die von unten gebaut wurden!

Alleine der Glaube, der von oben kommt

  • vermag das Herz mit göttlicher Freude zu erfüllen,

  • befreit zu einem Leben nach dem Willen Gottes,

  • trägt durch, wenn alle menschlichen Möglichkeiten versagen.

Und alleine die Weisheit, die von oben kommt

  • befähigt, einander in Liebe und Wahrheit zu begegnen,

  • schenkt Gemeinschaft von einzigartiger (göttlicher) Qualität,

  • ermöglicht Liebe und Erbarmen, wo vorher Eifersucht und Streit regierten.

Alles Gute kommt von oben. Kommt es nicht von oben, so ist es nicht gut, zumindest ist es nicht göttlich gut. Es bleibt im Menschlichen stecken und ist somit kraft- und saftlos.

Wenn das stimmt (wovon ich persönlich überzeugt bin), dann will ich all mein Suchen und Sehnen, all mein Bitten und Flehen, all meine Leidenschaft und alle meine Erwartungen nach oben richten! Die Kraftlosigkeit meines Glaubens, der Mangel an Vollmacht, der viele Zoff in den Kirchen (auch in den Freikirchen, die doch so viel besser sein wollen), die ganze lächerliche Armut des sogenannten Christentums in Westeuropa – dies alles kann nur von oben her verändert und erneuert werden: alleine durch ein Eingreifen Gottes, durch seinen Heiligen Geist.

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Alleine das Kreuz

Quelle: www.pixabay.com

„Wer als Christ den Hintern nicht hoch kriegt und unverbindlich lebt, der hat wohl noch nie am Kreuz gekniet und bittere Tränen über seine Sünden vergossen.“

Die Einführung in die Bedeutung des Galater-Briefes findet Ihr hier.

 

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Begegnung mit dem Auferstandenen

Quelle: www.pixabay.com

Der christliche Glaube findet nicht vorrangig im Kopf statt, sondern im Herzen. Er ist keine Ideologie, sondern eine lebendige Beziehung zu JESUS Christus, dem Auferstandenen.

Und eben darum ist dieser Glaube auch so anfechtbar…

Zur Predigt über die „Emmaus-Jünger“ geht es hier.

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Darum muss es Zweifel geben

Quelle: www.pixabay.com

Vor Jahren war ich auf einem Seminar für Verlobte. Da stand eine junge Frau auf und betonte: „Mein Verlobter und ich, wir haben uns in unserer einjährigen Verlobungszeit noch nie gestritten.“ Worauf der Referent besorgt antwortete: „Das tut mir Leid, denn dann habt Ihr ein ernsthaftes Problem!“

Und wenn mir heute jemand sagt: „Ich bin jetzt schon seit vielen Jahren Christ, habe aber noch niemals Zweifel gehabt“, dann würde ich ihm exakt dasselbe antworten: „Das tut mir Leid, denn dann hast Du ein ernsthaftes Problem!“

Den Wert der Gesundheit erkennst Du erst durch die Schmerzen der Krankheit.

Der Zauber des Lichts entfaltet sich nur in der Dunkelheit (einzigartig zu erleben im Gasometer Oberhausen).

Oder etwas profaner formuliert: Würde der FC Bayern in dieser Saison wieder Deutscher Fußballmeister werden, dann wäre das nichts Besonderes mehr. Sollte aber der VfL Bochum jemals Meister werden, dann wäre das eine (noch nie dagewesene) Sensation.

Unser Leben besteht aus zahlreichen Gegensätzen und ohne diese Gegensätze wäre alles gleich gültig und damit gleichgültig. Das Leben wäre so spannend wie eine Bundesstraße in Norddeutschland: keine Höhen und Tiefen, keine Kurven und als Aussicht gibt’s immer nur Felder, Felder und noch mal Felder. Auf einer solchen Straße kämpfst Du schon nach fünf Minuten gegen den Schlaf.

Darum gehören Zweifel zum Glauben dazu! Sie sind gewissermaßen der dunkle Hintergrund, vor dem sich der Glaube als ein einzigartiges Geschenk entfaltet.

In 2. Kor. 4, Vers 6 schreibt Paulus: „Gott, der sprach: >>Aus der Dunkelheit soll das Licht hervorleuchten!<<, der hat es in unseren Herzen hell werden lassen.“

Doch dieses Licht strahlt nicht immer gleichmäßig. Es gibt auch Zeiten, in denen sich die alte Dunkelheit im Herzen breit machen will.

So jedenfalls erlebe ich das:

„Du bist die Hilfe, die nie zu spät kommt“ ist eine Liedzeile, die ich bis heute nicht mitsinge. Denn ich kenne Menschen, für die jede Hilfe zu spät kam (zumindest aus meiner irdischen Perspektive, die ich nun einmal habe).

Manchmal frage ich mich mit Forrest Gump, ob ich vielleicht doch nur wie ein Blatt im Wind bin, das mal hierhin- mal dorthin gewirbelt wird. Vielleicht aber hat ja auch die Mutter von Forrest Gump recht, die immer gesagt hat: „Wenn Gott vor Dir eine Tür zuschlägt, dann macht er gleichzeitig eine andere für Dich auf“. Oder stimmt etwa beides gleichzeitig?

Ich kann Asaf gut verstehen, der in Psalm 73 betet: „Ich aber wäre fast zu Fall gekommen. Beinahe hätte ich den Boden unter den Füßen verloren. Denn ich habe die stolzen Menschen beneidet, als ich sah, wie gut es ihnen trotz ihrer Bosheit ging“ (Verse 2-3).

Und ich fühle mit Thomas mit, von dem es im Evangelium nach Johannes heißt: „Thomas war nicht dabei, als Jesus (als der Auferstandene) kam. Die übrigen Jünger erzählten ihm: >>Wir haben den Herrn gesehen!<< Doch er erwiderte: >>Das glaube ich nicht, es sei denn, ich sehe die Wunden von den Nägeln in seinen Händen, berühre sie mit meinen Fingern und lege meine Hand in die Wunde an seiner Seite.<< (Joh.20, 24-25).

Diese Zweifel sind nicht immer da. Aber von Zeit zu Zeit krabbeln sie aus ihren Verstecken, um mir zuzusetzen – je nachdem, was ich gerade erlebt habe.

Früher habe ich mich meiner Zweifel geschämt. „Als Christ darf man nicht zweifeln!“. Wörtlich gesagt hat das vielleicht niemand, aber ausgestrahlt haben das manche.

Heute weiß ich: Gerade vor dem Hintergrund meiner Zweifel wird das Geschenk des Glaubens umso wertvoller!

Ich glaube eben nicht, weil alles so eindeutig dafür spricht, dass ich gar nicht anders kann.

Sondern ich glaube trotz- und mit allen Fragen und Zweifeln, die neben allen Argumenten für den Glauben und allen positiven Glaubenserfahrungen eben auch da sind.

Es gibt Zeiten, in denen ich nur so strotze vor Glaubenskraft. Da wundere ich mich dann ernsthaft, warum es in dieser Welt überhaupt noch Atheisten oder Zweifler gibt.

Ich kenne aber auch andere Zeiten: Phasen, in denen mein Glaube stark ins Wanken gerät. Zeiten, in denen ich mit Gott ringe und doch nicht von ihm loskomme.

In solchen Zeiten halte ich mich an Asaf, der in Psalm 73 betet: „Dennoch bleibe ich stets bei Dir, denn Du hast meine rechte Hand gefasst“ (Vers 23).

Denn wie könnte ich jemals den Gott loslassen, der mich in seiner Liebe ergriffen hat?

Kurzum: Ohne Zweifel wäre der Glaube kein Vertrauen, sondern das eindeutige und zweifelsfreie Ergebnis einer empirischen Untersuchung. Einmal vorgelegt würde sie jeden überzeugen, der noch klar bei Verstand ist.

Aber in- und mit allen Zweifeln ist der Glaube ein Ergriffensein von dem, der mich durch seinen Geist ergriffen hat. Er ist ein einzigartiges, wunderbares, hell strahlendes Geschenk inmitten der Dunkelheit. (Dass der Glaube ein Geschenk ist, findet sich wörtlich in Philipper 1, Vers 29).

Zurück zu den Gegensätzen:

Die Freude braucht die Trauer, um Freude sein zu können.

Die Tatkraft braucht die Müdigkeit, um Tatkraft sein zu können.

Der Erfolg braucht zahlreiche Misserfolge, um noch gefeiert zu werden (wie beim VfL Bochum).

Und das Licht braucht die Finsternis, um strahlen zu können.

Genauso braucht der Glaube den Zweifel, um nicht zu einer Schlussfolgerung zu verkommen.

Darum muss es Zweifel geben!

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Konjunktiv

Quelle: www.pixabay.com
Man könnte glücklich sein.
Mit dir, Hand in Hand,
durch den Herbstwald wandern.
Deinem Blick begegnen.
Das Braun deiner Augen ist zeitenlos,
tief und unergründlich.
Dich dann, in einem beherzten Augenblick
zur Seite nehmen.
Und kindlich, übermütig werden.
Hemmungslose Laubschlacht.
Lachen.
Schwitzen.
Taumeln vor Glück.
Man könnte so glücklich sein.
Wenn nur die Sucht nicht wäre:
pausenlos, gnadenlos,
gaffend und geifernd und gierend.


Man könnte Frieden finden.
Mir dir, Herz an Herz,
durch das Leben wandern.
Deinem Wort begegnen.
Die Kraft deiner Wahrheit ist zeitenlos,
tief und unergründlich.
Dich dann, in einem heiligen Augenblick
erkennen.
In der Tiefe der Seele lachen.
Grenzenlose Offenbarung.
Staunen.
Niederknien.
Weinen vor Freude.
Man könnte wirklich Frieden finden.
Wenn nur die Zweifel nicht wären:
pausenlos, gnadenlos,
fragend und nagend und klagend.

© Volker Halfmann
 
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Der einfältige Glaube

Psalm 91

In seiner ersten Phase ist der Glaube oft naiv: Kritische Aspekte werden einfach ausgeblendet – alles ist „schwarz-weiß“.

Dann kommen die ersten Krisen und der Glaube wird sehr kompliziert.

Viele Christen bleiben in dieser zweiten Phase stecken: Sie haben ihren naiven Kinderglauben längst verloren. Manche von ihnen sind zynisch und abgebrüht.

Doch da gibt es noch eine dritte Phase: Der einfältige Glaube.

Der einfältige Glaube blendet die Probleme nicht aus, schafft es aber dennoch, kindlich zu vertrauen. Dieser Glaube ist es, der Berge versetzen kann.

Zur Predigt geht es hier.

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Wenn der Glaube an Schärfe verliert

Johannes 15, 1-11

An dem neuen Album der Red Hot Chili Peppers lässt sich sehr gut aufzeigen, wie die Schärfe mit den Jahren verloren geht.

Doch nicht nur in der Rockmusik gibt es diese Entwicklung, sondern ebenso in der Kirche und bei einzelnen Christen: Was einmal leidenschaftlich begann wird mit den Jahren fade und träge.

Jesus sagt: „Wenn das Salz keine Salzkraft mehr hat, dann ist es wertlos und zu nichts mehr zu gebrauchen.“

Wie also kann wieder Schärfe in den trägen Glauben kommen?

Zur Predigt geht es hier.

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Hilf mir, zu glauben!

Glaube ist Leidenschaft.
Glaube brennt wie ein Feuer.
Glaube liebt aus ganzem Herzen,
lacht aus vollem Hals,
zürnt mit heiligem Zorn,
weint bittere Tränen.
Glaube klagt an,
ringt mit Gott,
und kommt doch nicht von ihm los.

Glaube ist unruhig, ständig in Bewegung.
Glaube lässt sich nicht nieder.
Glaube sucht, strebt, will mehr.
Glaube wartet nicht, Glaube geht los:
zu den Hoffnungslosen,
den Ausgebeuteten,
den Leidenden,
den Gott-losen.
Glaube findet sich nicht ab – niemals.

Glaube ist Geschenk.
Er kennt gute Gründe,
aber beweisen lässt er sich nicht.
Er macht Erfahrungen
und geht doch nicht darin auf.
Glaube lässt sich nicht erzeugen,
weder in dir noch im anderen.
Glaube drängt sich nicht auf,
er will erwartet werden.

Glaube ist Geist, ist wie der Wind:
Du kannst ihn nicht sehen, aber du spürst ihn.
Glaube berührt, verbindet, heilt.
Glaube ist Herrlichkeit,
er strahlt in der Dunkelheit der Seele.
Glaube sprengt Ketten.
Der Geist macht lebendig, der Geist befreit.
Glaube gibt Perspektive, verändert die Werte.
Glaube schenkt Hoffnung.

Glaube ist Gemeinschaft,
ist ein Zuhause bei Gott dem Vater.
Glaube versöhnt dich
mit dir selbst: du schaust wieder in den Spiegel;
mit deinem Nächsten: du bist bereit, zu vergeben.
Glaube schenkt eine neue Familie,
du bist nicht mehr alleine.
Glaube ist Bindung an Christus,
im Leben und im Sterben.

Ich habe es versucht,
ernsthaft und radikal:
Ich wollte ohne Glauben leben.
Aber ich schaffe es nicht.
Ich will es auch nicht länger.
Glaube ist Leben,
ist ewiges Leben.
Ich will leben, ich will glauben.
Herr, hilf mir, zu glauben!

© Volker Halfmann

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Alles Gute kommt von oben

Es gibt – nach biblischem Zeugnis – zwei Arten von Glauben:

Erstens gibt es den Glauben, der von unten kommt. Dieser Glaube ist ein rein menschlicher Entschluss.

Zweitens gibt es den Glauben, der von oben kommt. Dieser Glaube ist das Werk des Heiligen Geistes in einem Menschen.

Gibt es einen Unterschied zwischen diesen beiden Arten des Glaubens?

Zur Predigt über Jakobus 1, 16-19 geht es hier.

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Mit Zweifeln leben

Johannes 20, 24-29

Der arme Thomas kommt oft viel zu schlecht weg. Man nennt ihn abwertend den „Zweifler“. Dabei gehören Zweifel ganz notwendig zum Glauben dazu.

Was aber kannst Du tun, wenn Du so ein Thomas-Typ bist, also jemand, der darunter leidet, dass die eigene Wirklichkeit so ganz anders aussieht als das, was im Neuen Testament beschrieben wird?

Zur Predigt geht es hier.

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